In Costa Rica gibt es über 30 Nationalparks, 19 Wildschutzgebiete, 8 biologische Reservate und verschiedenste Schutzzonen, in denen sich die Natur frei entfalten kann. Geführte Ausflüge und Touren sowie Vogel- und andere Tierbeobachtungen ermöglichen es Reisenden, diese unglaubliche Arten- und Pflanzenvielfalt hautnah zu erleben. Und mit einem Tourismus, der auf Nachhaltigkeit setzt, werden diese Gebiete geschützt, ohne dass Reisende auf die verschiedenen Naturphänomene verzichten müssen. Gleichzeitig erfahren sie einiges darüber, wie wichtig es ist, natürliche Ressourcen zu bewahren.

Vier faszinierende Erlebnisse in und mit der Natur, die eine Reise nach Costa Rica unvergesslich machen:

Die Wanderung der Meeresschildkröten

Es passiert im Schutz der Dunkelheit: Die Meeresschildkröten versammeln sich nahe an der Küste und kommen an Land, um ihre Eier abzulegen. Hier schlüpft später der Nachwuchs und kämpft sich auf einer gefährlichen ersten Reise ins Wasser. Wo sie einst ihr allererstes Abenteuer überlebt haben, werden die Schildkröten später zurückkehren, um selbst ihre Eier abzulegen und die nächste Generation zu sichern. Was genau sie befähigt, den Ort ihrer Geburt wiederzufinden, ist nicht restlos geklärt. Das beeindruckende Nistritual lässt sich sowohl an der Pazifik- wie auch an der Karibikküste beobachten: Morgens erzählen die vielen Spuren im Sand vom nächtlichen Spektakel und manchmal sind auch bei Sonnenaufgang noch ein paar Tiere auf dem Rückweg ins Wasser zu sehen.

Manchmal hört man sie «singen»: Die Frösche. © Costa Rica Tourism

Das Paarungsritual der Frösche und Kröten

Wer Costa Rica während der Regenzeit besucht, wird sie singen hören: Die Frösche und Kröten, die bei den ersten Stürmen losquaken, um Partnerinnen anzulocken und möglichst viele kleine Fröschlein zu zeugen. Wie bei den Meeresschildkröten sichern sich auch die Frösche und Kröten ihr Überleben, indem sie auf Masse setzen: Viele Kaulquappen werden von Schlangen, Fischen und Vögeln gefressen, doch es sind noch genug da, um den Fortbestand ihrer Art zu sichern.

Vielleicht entdeckt man ihn während einer Vogelbeobachtung: Den Schwarzen Specht. © Costa Rica Tourism

Die Vielfalt der vorbeiziehenden Vögel

Costa Rica ist ein wichtiges Etappenziel für Zugvögel. Etwa fünf Millionen von ihnen ziehen jedes Jahr übers Land. Viele tun es unbemerkt, da sie nachts fliegen. Andere kommen bei Sonnenuntergang an die Küste, machen hier ein paar Stunden Rast und stärken sich mit Insekten, bevor die Reise weitergeht. Die Zugvögel kommen aus dem Polarkreis, Alaska, der kanadischen Tundra und von der Ost- und Westküste der USA über Costa Rica zusammen. Die Vorstellung ist faszinierend: Während die meisten Menschen unten auf der Erde schlafen, ziehen über ihnen Tausende von Vögeln unbemerkt vorbei. Doch wie können sie sich eigentlich orientieren in der Dunkelheit? Auch das ist erstaunlich: Manche Vögel richten sich nach der Position der Sterne zum Horizont, andere achten bei ihrer Fluglinie auf das Magnetfeld der Erde. Wieder andere orientieren sich an den Geräuschen, die Wellen und Winde erzeugen.

Nachhaltiger Tourismus soll die Natur möglichst bewahren. © Costa Rica Tourism

Die faszinierende Unterwasserwelt

Tauchen ist ein Muss auf Costa Rica. Es gibt viele Angebote für Tauchausflüge und -kurse auch für Unerfahrene. Zum Tauchen eignet sich zum Beispiel die Cocos-Insel auf der Pazifikseite Costa Ricas: Die Anreise ist mit anderthalb Tagen relativ lang – die Insel ist rund 540 Kilometer vom Küstenort Cabo Blanco entfernt – lohnt sich aber wegen der exotischen Meeresfauna. Wenige Stunden von San José entfernt, in der Zentralpazifikregion, liegt ein Tauchgebiet mit imposanten Felsformationen und Unterwasserhöhlen. Im Nationalpark Manuel Antonio finden Tauchbegeisterte ideale Bedingungen vor, ebenso bei den Inseln Mogote und Olocuita. Im Südpazifik bietet sich das biologische Reservat der Insel Caño an: Hier gedeiht ein einzigartiges maritimes Ökosystem, das sich tauchend wunderbar erkunden lässt.

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