Die knorrigen Eichen

Das Naturschutzgebiet Wildenstein liegt auf etwa 500 Meter über Meer auf einer Hochebene des Tafeljuras oberhalb von Bubendorf (BL). Das Besondere an dieser etwas mehr als ein Quadratkilometer grossen Fläche ist der über 500-jährige Eichenhain.

Schloss Wildenstein wird in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Damals wurde die fruchtbare Landschaft in DreifelderWirtschaft bestellt. Der Eichenwald diente als Viehweide. Im Herbst waren die Eichen aber auch ein beliebtes Futter für die Viehmast. Seit 1994 steht Wildenstein unter dem Schutz des Kantons Basel-Landschaft. Seither wird eine nachhaltige Landwirtschaft im Einklang mit Naturschutz und Erholung angestrebt.

FLORA UND FAUNA

Typisches Merkmal des Naturschutzgebietes Wildenstein ist der Eichenhain. Die uralten Eichen fesseln den Betrachter allein schon durch ihre mächtige, knorrige Gestalt. Jeder einzelne Baum bietet Lebensraum für eine ungeahnte Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Über 1000 Tier- und Pflanzenarten besiedeln die alten Eichen: Das modrige Innere der Bäume dient als Futter für zahlreiche Käferlarven. Diese wiederum sind Futter für Spechte. Auf den Eichenrinden wächst eine aussergewöhnliche Vielfalt an Flechten; Spezialisten haben über 140 Arten entdeckt. Besonders gross ist auch der Reichtum an Pilzen. Etwa 20 Arten gedeihen auf den Eichenstämmen, weitere 50 Arten auf dem Magerrasen darunter. Der Eichenhain ist von November bis Februar frei zugänglich, in der übrigen Zeit sind Touristen angehalten, die markierten Wege nicht zu verlassen.

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