Alpenfutter für die Felgen
Weil die Route stimmt und die Kulisse passt: Darum gehören heisse Reifen an die frische Bergluft des Aostatals – eine Auswahl zum Lospedalen.

Weil die Route stimmt und die Kulisse passt: Darum gehören heisse Reifen an die frische Bergluft des Aostatals – eine Auswahl zum Lospedalen.

Mal Kies, mal Waldboden, dann wieder Weideland oder Flusssand: So facettenreich wie der Untergrund in der norditalienischen Destination zeigt sich auch das lokale Bikeangebot. Je nach Terrain nehmen SportlerInnen so mehr oder weniger schnell Fahrt auf, um das Aostatal auf dem Sattel zu erkunden. Wo man die Hände gar nicht mehr vom Velolenker nehmen will, zeigen die folgenden Routen am Berg wie am Talboden.
Die Ersten sind die Schnellsten. Sobald es die Schneeverhältnisse zulassen, mischen sich im Skigebiet Pila schon die ersten Downhill-Freaks unter die Skifahrenden. Denn während die Höhenpisten noch für frühlingshafte Schwünge bereitstehen, ist der lokale Bike-Park ebenfalls bereits mit der Seilbahn Aosta–Pila erreichbar – das rasante Spektrum reicht dabei von der Weltcup-Abfahrt bis zur schwarzen Freeride-Route. Sprünge und Steilwandkurven werden zudem auch in La Thuile grossgeschrieben; ganze 14 Freeride- und Downhillstrecken stehen an der wilden Seite des Mont Blanc bereit. Erst geht es dafür mit den beiden Sesselbahnen «Bosco Express» und «Chalet Express» samt Zweirad aufwärts. Dann nehmen FahrerInnen die Wege talwärts in verschiedenen Schwierigkeitsgraden unter die breiten Pneus.

Apropos Herausforderungen: Die gibt es im Aostatal natürlich auch in umgekehrter Richtung – nämlich steil aufwärts. Für sportliche MoutainbikerInnen bietet sich etwa der Aufstieg auf den Invergneux-Pass an. Die schwierige, 33 Kilometer lange Tour beginnt in Lillaz und führt bis auf 2908 m ü. M. Doch der Kraftakt lohnt sich, zählt die MTB-Route doch zu den schönsten im Cogne-Tal. Für die ganze Familie eignet sich derweil der «Rundweg zwischen den Bächen» in der Gemeinde Roisan. Auf den einfachen 17 Kilometern ab dem Weiler Moulin folgen Gäste den historischen Bewässerungskanälen Ru Champapon sowie Ru Pompillard und geniessen den Blick auf das Tal und den mittelalterlichen Aquädukt Grand Arvou.
Bleiben noch die Gravel-Freunde, die in Norditalien ebenfalls locker in die Gänge kommen. Wer feinen Kies unter den Rädern bevorzugt, entscheidet sich zum Beispiel für die Almtour in Torgnon. Wo sich Lärchenwälder und Weiden abwechseln, führt diese mittelschwere Strecke auf 36 Kilometern tief in die Bergwelt. Dabei dürften BikerInnen öfters mal abbremsen, um die Aussicht samt Matterhorn und Gletscher des Plateau Rosa zu bewundern. Ebenfalls gut unterwegs sind BikerInnen im Tal des Grossen Sankt Bernhard. Einmal folgen sie dabei dem Wasser der «Ru Neuf», dann wieder rollen sie über die Militärstrasse Condemine Gran Testa. Mit der Grand-Combin-Gruppe und dem Valpelline-Tal sieht die alpine Kulisse jedenfalls auch hier blendend aus.
