Eingebettet zwischen imposanten Gipfeln, bietet das Lötschental eine Fülle an Möglichkeiten für naturnahe Winteraktivitäten. Es ist ein Geheimtipp für alle, die Natur, Ruhe und Authentizität suchen. Kaum liegt das Südportal des Lötschbergtunnels hinter einem, taucht man in die wildromantisch verschneite Destination ein. Hier finden Outdoor-Enthusiasten, Panorama-Fans und alle Erholungssuchenden, die fernab des Trubels lieber eigene Spuren im Schnee ziehen, perfekte Bedingungen, sei es beim Winterwandern, Schneeschuhlaufen oder Schlitteln. Wer hoch hinaus will, kann spektakuläre Panorama- Touren auf über 3000 Meter unternehmen – und wird grosses Kino erleben.

Schritte zur inneren Ruhe

Ob unten im Tal oder in luftiger Höhe: Schneeschuhlaufen bedeutet Entschleunigung pur. Schritt für Schritt werden Gäste eins mit der Natur und mit sich selbst. Eine der eindrucksvollsten Touren führt von der Lauchernalp zur Bergstation am Hockenhorngrat, hinunter zur Lötschenpass-Hütte und zurück. Mit ihrem atemberaubenden Alpenpanorama in über 3000 Metern Höhe gilt sie als eine der höchstgelegenen Schneeschuh-Touren Europas. Entlang des Weges eröffnen sich spektakuläre Ausblicke, die perfekte Fotomotive liefern – einfach nur schön. Doch es lohnt sich, nicht nur durch die Kamera zu blicken, sondern auch innezuhalten, die klare Winterluft einzuatmen, die Gedanken schweifen zu lassen und die unvergesslichen Momente zu geniessen. Wer die alpine Natur- und Tierwelt der Region noch besser kennenlernen möchte, kann sich einer geführten Tour mit ortskundigen Experten anschliessen.

Schneeschuh- und Wander-Trail vom Hockenhorngrat zur Lötschenpasshütte. © Jürg Morf

Auf leisen Sohlen

Das sanfte Knirschen der Schuhe im Schnee ist das einzige Geräusch, das die Stille durchbricht: Auch mehr als 50 Kilometer Winterwanderwege führen durch unberührte Natur des Lötschentals. Besonders familiär präsentiert sich dabei der Winter-Erlebnisweg auf der Lauchernalp. Für die gut viereinhalb Kilometer lange Runde ab der Bergstation der Gondelbahn sollte man etwa eineinhalb Stunden einplanen – doch dank den zwölf interaktiven Stationen unterwegs kann der unterhaltsame Ausflug gerne auch mal länger dauern. Während moderate 205 Höhenmeter auf- und abwärts absolviert werden, erfahren kleine und grosse Winterwandernde so einiges über die Walliser Bergwelt im weissen Kleid – und das mit allen Sinnen. So können Gäste zum Beispiel bei der Station «Das Wunder Schnee» glitzernde Schneekristalle durch ein Kaleidoskop bestaunen, und beim Zwischenstopp «Man ist, was man isst» lassen sich unterschiedliche Felle in Fühlboxen den passenden Tieren zuordnen. Wo die alpine Fauna sich im Winter aufhält oder wie die Bevölkerung der Lawinengefahr trotzt sind weitere Themen unterwegs.

Schlittelspass von der Lauchernalp ins Tal. © Lötschental Tourismus

Auf Kufen durch den Winter

Viel Spass ist derweil auf den rasanten Schlittelpisten des Lötschentals garantiert. Die gut fünf Kilometer lange Strecke von der Lauchernalp nach Wiler zum Beispiel verspricht Tempo und Adrenalin, ist in etwa 20 Minuten zu meistern und erfordert damit nur wenig Kondition. Um die 541 Höhemeter talwärts zu sausen, geht es erst auf offenem Gelände nach links dem Hang entlang. Dann folgen spassige Serpentinen im Winterwald.

Gegen böse Wintergeister

Wenn im Februar die Fasnacht beginnt, wird das Lötschental von einer uralten Tradition erfüllt: Die «Tschäggättä» gehen um. Diese wilden, furchteinflössenden Gestalten mit ihren geschnitzten Arvenholz-Masken und zotteligen Fellen ziehen seit Jahrhunderten durch die Dörfer. Doch hinter den mystischen Figuren steckt mehr als ein Fasnachtsbrauch – sie symbolisieren die tiefe Verbindung der Einheimischen zu ihrer Heimat, ihrer Geschichte und ihrer Kultur. Die «Tschäggättä»-Läufe sollen die Geister des Winters vertreiben und lassen Gäste tief in die authentische Walliser Tradition eintauchen. Wer mehr über dieses faszinierende Kulturgut erfahren möchte, sollte das Lötschentaler Museum in Kippel besuchen. Hier sind über hundert originale Holzmasken ausgestellt, welche die Entwicklung dieser einzigartigen Tradition von 1850 bis heute dokumentieren.

Winterwanderwege führen in die stille Bergwelt. © Lötschental Tourismus

«Naturnahes Erholungsparadies»

«Das Lötschental gehört zu den schneesichersten Alpentälern der Schweiz», bekräftigt Tourismus-Chef Mathias Fleischmann: «Es ist und wird auch zukünftig ein unverfälschtes, naturnahes Erholungsparadies bleiben, das von grösseren Bausünden bewahrt wurde.» Mit seinen markanten Bergen, kontrastreichen Wintertrails und sonnigen Hochplateaus biete die Region Wintererlebnisse in ihrer schönsten und ursprünglichsten Form. «Wir sind stolz darauf, unseren Gästen nachhaltige Tourismusangebote in intakter Natur anzubieten und ihnen unsere tiefverwurzelten Traditionen und Kulturen näherzubringen.»

«Tschäggättä»-Events

3. Februar 2026
Fasnachtseröffnung mit dekorierten Restaurants und Spezialitäten

12. Februar 2026
«Tschäggättä-Loif» von Wiler nach Ferden, mit Guggenmusik und Gastroständen in allen Dörfern

14. Februar 2026
Fasnachtsumzug in Wiler mit verschiedenen Gruppen

16./17. Februar 2026
Beizenfasnacht in allen Dörfern

Tschäggäta-Lauf mit wilden Arvenholzmasken. © Lötschental Tourismus

In der Schnitzstube

Wer noch tiefer in die Lokalkultur eintauchen möchte, kann den Spuren der «Tschäggättä» bis in die Werkstatt folgen. Unter fachkundiger Anleitung können Gruppen bis zu 20 Personen nämlich ihre eigene Lötschentaler Maske schnitzen. Der zwei- bis dreistündige Kurs findet in der Schnitzstube in Ferden statt und erschliesst den Teilnehmenden das Brauchtum rund um die wilden Gestalten.