Links und rechts ragen Berggipfel wie der Grosse Widderstein bis über 2500 Meter in die Höhe. Eine schroffe Welt, die nicht nur NaturliebhaberInnen anzieht, sondern auch das Leben und die Küche der Kleinwalsertaler prägt. So haben Bettina und Jeremias Riezler vom Biohotel Walserstuba in Riezlern alte Rassen und Getreidesorten wiederbelebt, die bereits vor Jahrhunderten auf den nährstoffreichen Böden wuchsen.

Der Wald ist das Vorbild

Dass Genuss schon beim Saatgut anfängt, zeigt Landwirt und Gärtner Andi Haller. Er legt Mischkulturen an, entwickelt permakulturelle Gärten und gräbt die gängige Vorstellung um, wie Landwirtschaft in den Bergen auszusehen hat. Und das mit Erfolg: Obst, Gemüse, Beeren und Kräuter organisieren sich weitgehend selbst – der Wald dient als Vorbild. Seine Philosophie der Permakultur sowie praktische Tipps vermittelt Haller heute auch in Seminaren. Die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, regionalen Produzenten und Gastronomie ist im Kleinwalsertal über Jahrzehnte gewachsen. Hotels wie das Oswalda Hus oder die Walserstuba und Restaurants wie die Kilian Stuba, das Sonnenstüble oder Haller’s Geniesserhotel beziehen Gemüse, Fleisch und Milchprodukte von kleinstrukturierten Betrieben aus der Region. Die «Haubendichte» des Tals ist beachtlich: Auf 36 Berggipfel kommen 19 Hauben.

  • © Oliver Farys / Kleinwalsertal Tourismus eGen

Zwischen Himmel und Erde

Doch Genuss bedeutet im Kleinwalsertal nicht nur Kulinarik. Mit seinen imposanten Bergmassiven ist das Hochtal Ziel von Familien ebenso wie von AlpinistInnen. Der markanteste Gipfel ist der Hohe Ifen (2230 m) mit seinen senkrecht abfallenden Wänden. Doch genauso kommen weniger Ambitionierte auf ihre Kosten. Von Mai bis November sind die Bergstationen die ideale Ausgangslage für gemütliche Wanderungen.

Tipp: Das Sommer-Bergbahnticket ist bei einigen Hotels, Ferienwohnungen und Gästehäusern inklusive.

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